Im Jahr 1911 wurde die SS Nomadic als Beiboot der Titanic vom Stapel gelassen. Heute ist es das letzte noch erhaltene Dampfschiff der berühmten White Star Line. Das Schiff liegt jetzt dauerhaft im Titanic Quarter von Belfast und beherbergt eine Multimedia-Ausstellung, die den Besuchern einen Einblick in die faszinierende Geschichte des Schiffes bietet.
Bei Kopvisuals haben wir eine Leidenschaft für Geschichte, Geschichtenerzählen und alles Digitale, und das SS Nomadic-Projekt bot uns eine spannende Gelegenheit, unsere Fähigkeiten und Interessen einzubringen, während wir mit dem Kunden zusammenarbeiteten, um den Inhalt und die Designvorgaben zu interpretieren.
Im Rahmen des Projekts wurde Tandem Design damit beauftragt, einen interpretativen Masterplan für die Ausstellung zu entwickeln. Tandem stellte Kopvisuals Dokumente und Referenzmaterialien zur Verfügung und wir führten dann weitere Recherchen durch, bevor wir das Drehbuch schrieben, drehten/Tonaufnahmen machten und an jedem Stück Nachbearbeitungsarbeiten durchführten.
Wir produzierten mehrere Erzählfilme mit Archivmaterial, Bewegungsgrafiken und Interviewaufnahmen, die für die Ausstellung gedreht wurden. Dazu gehörten eine stilisierte Animation, die die Funktionsweise einer laufenden Dampfmaschine veranschaulichte (dargestellt auf vier nebeneinander liegenden Bildschirmen) und eine rollende Projektion auf eine Schottwand mit begleitender VO, die als emotionaler Abschluss der Ausstellung fungierte.
Eine der für das Projekt erstellten Touchscreen-Animationen trug den Titel „A Parisian Tale“. Dieses kurze Stück erzählt die Geschichte von Nomadic von 1974 bis 2003, als das Schiff in Paris anlegte.
„Baggage Interactive“ ist ein weiteres Touchscreen-Exponat, das Kopvisuals für die Ausstellung geschaffen hat. Es stellt Passagiere einer Reise im Jahr 1912 vor, indem es digitale Nachbildungen von Gegenständen präsentiert, die in ihrem Gepäck gefunden wurden. Um dieses interaktive Projekt zu erstellen, haben wir eng mit Tandem zusammengearbeitet und das Leben mehrerer Passagiere untersucht, bevor wir sechs verschiedene Personen und eine Reihe geeigneter Gegenstände identifiziert haben, die ihr Leben widerspiegeln (darunter eine edwardianische Taschenuhr, ein frühes Promi-Filmmagazin und ein Teddybär). Nach der Zustimmung des Kunden haben wir diese Artikel dann als 3D-Objekte gebaut. Die letzte Benutzeroberfläche enthält eine 3D-Darstellung eines Gepäckregals aus dem Jahr 1912. Durch Tippen auf eine Tasche können Benutzer ein Etikett mit Passagierdetails und einer Auswahl der darin enthaltenen Artikel anzeigen. Bei der Erstellung der interaktiven Inhalte haben wir auf unser Fachwissen in den Bereichen 3D-Modellierung, interaktive Entwicklung und Animation zurückgegriffen.